Related Posts WordPress Plugins im Test: Welches ist das Beste?

Im Test sind die besten Wordpress Plugins für Related Posts. Anhand eines Reiseblogs zeige ich die Einstellmöglichkeiten und das Ergebnis auf.

Was sind Related Posts?

Übersetzt bedeutet „Related Posts“ im Deutschen nichts anderes als „verwandte Beiträge“. Andere englischsprachige Bezeichnungen sind „Similar Posts“ oder „Contextual Posts“. In diesem Artikel ist dasselbe gemeint, wenn die Rede von ähnlichen oder verwandten Beiträgen ist. Idealerweise werden solche Beiträge automatisiert zu verwandten Blogposts erklärt.

Es gibt unterschiedliche Ansätze, wie Beiträge miteinander in Beziehung stehen können: die Beiträge gehören zur selben Kategorie, nutzen dasselbe Schlagwort, basieren auf gleichen Keywords oder wurden von manuell bestimmt.

Ganz andere Ansätze, die ebenfalls ähnliche Beiträge anzeigen, sind solche wie „Latest Posts“ (Neueste Beiträge). „Most Popular Posts“ zeigen hingegen die beliebtesten Beiträge an. Ab wann ein Beitrag beliebt ist, hängt wiederum von der Idee des Plugins ab (Kriterien sind z. B. die Anzahl der Aufrufe, die beste Bewertung).

Was macht ein gutes Plugin aus?

Das Wichtigste, dass das Plugin erfüllen muss, ist verwandte Beiträge anzeigen, die dem Leser einen Mehrwert bieten. Ein Mehrwert für den Leser liegt beispielsweise vor, wenn die im aktuellen Beitrag verlinkten Posts ein ähnliches Thema behandeln – also dasselbe Interesse vertreten. Ein schlechtes Beispiel wäre in einem Artikel über die schönsten Strände in Indonesien auf einen Post zu verlinken, bei dem es um Wanderungen im Schwarzwald geht.

Es gibt viele weitere Kriterien, nach denen man ein Related Post Plugin bewerten kann. Und zwar…

Individualisieren von Posts: Es kann vorkommen, dass bestimmte Beiträge einfach keine passenden Ergebnisse anzeigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man hier manuell korrigieren kann: am besten in der Post-Bearbeitung, was das jeweilige WordPress Plugin ermöglichen sollte. Auch das Einschließen und Ausschließen von Kategorien und Schlagwörtern ist ein Kriterium, das ein gutes Plugin ausmacht.

Responsiveness: Ziemlich wichtig ist, dass die Darstellung verwandter Beiträge auf dem Smartphone und auf dem Tablet ordentlich angezeigt werden. Stichwort responsives Design! Es gibt kaum was Schlimmeres, als wenn man Scrollbalken auf dem kleinen Display sieht oder Texte und Bilder gestreckt oder unschön zusammengerückt werden.

Eigene Überschriften: Darüber hinaus soll die Überschrift für die Anzeige ähnlicher Beiträge selbst wählbar sein. Vorschläge für aussagekräftige Titel sind z. B.

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Performance: Beeinträchtigung der Ladezeit der Blogposts ist ein wichtiges Thema bei Plugins, die Related Posts anzeigen sollen. Die Wahrheit ist, dass alle Plugins die Ladegeschwindigkeit beeinflussen, dies aber bei den meisten Blogs kaum spürbar ist. Denn anders als große Magazine, die Tausende von Artikel miteinander vergleichen, sind es bei Bloggern eher Hunderte von Beiträgen, die miteinander verglichen werden. Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung: Stell dir vor, du hast 100 Beiträge. Rufst du einen Blogbeitrag auf, so werden seine Merkmale (Kategorien, Schlagwörter oder was auch immer) zur Laufzeit mit den 99 anderen Beiträgen verglichen. Auf die Performance der Website wirkt sich dies aber bei einer so kleinen Anzahl an Blogposts nicht aus (verglichen mit Onlineshops die Mio von Produkten beinhalten). Ein paar der Plugins nutzen aus diesem Grund alternative Ansätze, um die Performance-Auswirkung minimal zu halten: Entweder durch Caching der Ergebnisse oder durch eine neue Datenbanktabelle.

Anpassung des Designs: Zumindest eine Auswahl für ein Listenlayout oder eine mehrspaltige Anzeige mit Vorschaubildern (Thumbnails) sollte möglich sein. Zudem soll das Design der Related Posts ja auch irgendwie zum Blog-Design passen.

Warum sollte man ähnliche Beiträge anzeigen?

Lesern Mehrwert bieten

Der wichtigste Grund überhaupt: Du möchtest deinen Leser länger auf deiner Website behalten. Du möchtest ihn mit wertvollen, weiteren Informationen versorgen. Sprich: Das Engagement deiner User auf deinem Blog erhöhen.

Du hast bestimmt schon mal von Cross-Selling gehört. Beispielsweise Amazon zeigt auf den Produktdetailseiten Artikel, die andere Kunden auch gekauft haben. An anderer Stelle erscheinen Zusätze zu Produkten (z. B. zu einer Kamera werden Objektive angezeigt. Das Ganze funktioniert natürlich nicht nur bei Onlineshops, sondern überall, wo es Content gibt: bei dir auf dem Blog.

Ein schlechtes Beispiel wäre, wenn du einen Beitrag zur Ostsee hast und in diesem werden Blogartikel zu Bali angezeigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Leser was zur Ostsee liest und gleichzeitig an Bali interessiert ist, ist eher gering. Besser wären Beiträge zu Orten an der Ostsee oder Beiträge mit ähnlichen Themen, wie z. B. Familienurlaub in Kroatien.

Mehr Traffic für die Statistik

Aus Web Analytics erhöhen Related Posts auf deinem Blog die Anzahl an aufgerufenen Seiten je Besucher (und logischerweise die durchschnittliche Anzahl an Seiten pro Besucher insgesamt).

Mehr zu Google Analytics gibt es hier. Vielleicht wäre auch Google Tag Manager was für dich, denn darüber kannst du besondere Auswertungen fahren, welche Beiträge über Klicks auf Related Posts erfolgt sind.

Suchmaschinen füttern

Eine gute interne Linkstruktur ist das A & O. An der Stelle, wo es thematisch passt, und dem Leser einen Mehrwert bietet, solltest du auf andere Posts verlinken. Ein sinnvoller Ansatz für deine SEO OnPage Optimierung.

Ein Related Posts Plugin hilft dabei, (automatisch) zusätzlich relevante Beiträge in einem Post anzuzeigen und zu verlinken. Daher ist es wichtig, ein gutes Plugin zu nutzen und es richtig einzustellen.

Bloggliederung hinterfragen

Wenn du mit der Verwendung eines Plugins keine passenden Beiträge findest, dann könnte es an deinen Blog-Themen liegen. Das heißt: Deine Blogposts sind unter Umständen so artverschieden, dass Verlinkungen zu anderen Beiträgen einfach nicht passen. Eine andere Möglichkeit: die Zuordnung von Posts zu Kategorien und Schlagwörtern könnte überarbeitet werden.

WordPress Plugins im Test

Folgende Plugins wurden von mir getestet und werden im Detail vorgestellt.

Alle Plugins sind im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis verfügbar und kostenlos. Manche Themes liefern bereits eigene Plugins mit. Da müsstest du dann für dich selbst bewerten, ob es passende Beiträge anzeigt.

Ich zeige auf, wie die Plugins im Einsatz aussehen am Beispiel vom „Reiseblog Gepackt & Los!“ und füge viele Screenshots hinzu.

Los geht’s.

Contextual Related Posts

So sieht das Plugin Contextual Related Posts im Einsatz aus
So sieht das Plugin Contextual Related Posts im Einsatz aus
Selbes Plugin aber andere Darstellung in der Seitenleiste
Selbes Plugin aber andere Darstellung in der Seitenleiste
In der Bearbeitung der Beiträge können weitere Einstellungen vorhgenommenw erden
In der Bearbeitung der Beiträge können weitere Einstellungen vorhgenommenw erden

Das WordPress Plugin „Contextual Related Posts“ verwendet einen eigenen Algorithmus, um ähnliche Beiträge zu bestimmen – und zwar basierend auf dem Beitragstitel und dem Beitragsinhalt.

Nach Aktivierung des Plugins werden umgehend verwandte Inhalte pro Beitrag angezeigt. Für die Darstellung und die Eingrenzung ähnlicher Inhalte gibt es eine Vielzahl an Stellschrauben.

Unter Einstellungen erscheint ein neuer Eintrag „Related Posts“.

Unter Design > Widgets ist ein neues Widget „Related Posts [CRP]“ verfügbar.

Zur Auswahl steht eine Listansicht oder eine mit Vorschaubildern (Thumbnails). Caching kann aktiviert werden, um ein schnelleres Laden der Ergebnisse zu gewährleisten. Kategorien und Beiträge können vom Algorithmus ausgeschlossen werden, damit sie NICHT als ähnliche Beiträge greifen.

Designtechnisch können ein paar Anpassungen vorgenommen werden. Wer CSS versteht, der kann die Styles direkt über das Plugin bearbeiten. Das Standard-Anzeigeformat hat auf jeden Fall einen hohen Wiedererkennungswert durch das auffällige Design.

Die Darstellung verwandter Posts im Widget, ist ebenfalls anpassbar.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: über, im oder unter dem Beitrag + im Widget
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): ausschließen ist möglich
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: basierend auf Titel + Inhalt
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: konfigurierbar
  • Im Post editierbar: ja (neuer Block Related Posts [CRP] verfügbar)

Hinweis: Der Plugin-Ersteller schreibt, dass das Plugin keine personenbezogenen Daten speichert und DSGVO-konform ist.

Tipp: Es gibt eine Erweiterung, um den Verwandtschaftsgrad von Beiträgen über Kategorien und Schlagwörter zu bestimmen: Related Posts by Categories and Tags . Es ist ebenfalls kostenlos über das offizielle WordPress-Verzeichnis verfügbar.

Hier geht’s zum Download von Contextual Related Posts .

CP Related Posts

Das erste Plugin, das zu keiner Anzeige führt. Laut Beschreibung wird ein eigener Algorithmus verwendet, der anhand des Beitragstitels, der Kurzbeschreibung und des Inhalts nach Ähnlichkeiten sucht.

Es gibt ein paar Settings, wie man die Anzeige hätte darstellen können (z. B. Größe der Thumbnails, Wörteranzahl, Ausschließen von bestimmten Beiträgen).

Unter Einstellungen erscheint ein neuer Eintrag „CP Related Posts“.

Das bringt bloß nichts, wenn auf dem Blog keine solche Beiträge zu finden sind. Demnach gibt es leider auch keinen Screenshot (wie es hätte aussehen können). 🙂

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: mehrfaches Anzeigen pro Beitrag
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): Begrenzung auf bestimmtes Zeittfenster
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: basierend auf dem Titel und Inhalt
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: konfigurierbar
  • Im Post editierbar: nein

Hier geht’s zum Download von CP Related Posts

Inline Related Posts

Darstellung von ähnlichen Beiträgen mit dem Plugin Inline Related Posts
Darstellung von ähnlichen Beiträgen mit dem Plugin Inline Related Posts

Ein sehr nettes, einfach gehaltenes Plugin. Mit 2 Klicks ist es aktiv und ähnliche Posts werden angezeigt. Über die Einstellungen können Texte angepasst werden. Es kann festgelegt werden, wie viele ähnliche Beiträge innerhalb eines Posts (max. 3) angezeigt werden.

Unter Einstellungen erscheint ein neuer Eintrag „Inline Related Posts“.

Das Plugin ist für Blogs mit langen Texten ideal. Zwischen den einzelnen Absätzen kann man den Leser wissen lassen, dass er gleich noch mehr Lesestoff erhält, wenn er dem Link folgt. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, verwandte Beiträge zwischendurch anzuzeigen, vor allem wenn es unter dem Blogbeitrag bereits viele andere Boxen gibt (z. B. Aufforderung zum Kommentieren, Autorbox, Social Media Icons etc.).

Ganz toll ist, dass du selbst bestimmen kannst, was ähnliche Beiträge überhaupt sind: wähle zwischen gleiche Kategorie oder gleiches Schlagwörter als Verwandtschaftsgrad aus. Und das bietet in der Regel einen großen Mehrwert für den Leser. Denn ihm werden zur Kategorie oder zum Schlagwort passende Beiträge angezeigt. Voraussetzung ist jedoch, dass du deinen Beiträgen sinnvolle Kategorien oder Schlagwörter zuordnest.

Das Design ist minimalistisch gehalten; zur Auswahl gibt in der kostenlosen Version zwei Layouts: ein dezentes und ein auffälliges.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: zwischen den Abätzen (bestimmbar)
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): Begrenzung auf bestimmtes Zeitfenster
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: wählbar zwischen Kategorien + Tags
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: konfigurierbar
  • Im Post editierbar: nein

Hier geht’s zum Download von Inline Related Posts .

Related Posts

Diese Beiträge sollen verwandte Beiträge zu einem Athen-Beitrag sein
Diese Beiträge sollen verwandte Beiträge zu einem Athen-Beitrag sein

Eine schöne Darstellung und dezentes Design bekommt man mit dem Plugin „Related Posts“. Es können einige Anpassungen vorgenommen werden über Anzeige Position der Beiträge bis zu den einzelnen Inhalten der Beiträge (Bild, Textauszug, Titel usw.). Das Design kann zusätzlich hinsichtlich Schriftfarbe, Größe und Abstände konfiguriert werden.

Es gibt einen neuen Menu-Eintrag „Related Posts“.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass es zu den Einstellungen kurze Videoanleitungen gibt. Diese sind eigentlich gar nicht nötig, da alles selbsterklärend ist. So kann man beispielsweise ähnliche Beiträge nicht nur in den Posts anzeigen, sondern zusätzlich auch in Archiven (wie z. B. auf Kategorienseiten).

Mit dem WordPress Plugin können Statistiken aktiviert werden, die die beliebtesten angeklickten Beiträge zusammenfassen.

Das Einzige, was hier nicht eingestellt werden kann: was sind eigentlich ähnliche Posts? Auch in der Plugin-Beschreibung lässt sich nicht herausfinden, welche Daten-Basis für verwandte Beiträge gelten. Als Ergebnis erscheinen bei mir Beiträge, die thematisch nicht ganz so gut passen. Dafür kann man in der Post-Bearbeitung in der Seitenleiste manuell Beiträge zuordnen.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: über, im oder unter dem Beitrag
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): nicht möglich
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: unbekannt
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: konfigurierbar
  • Im Post editierbar: ja

Related Posts by Taxonomy

Mit dem Plugin „Related Posts by Taxonomy“ ist ein Widget verfügbar, das ähnliche Beiträge auf Grundlage von Kategorien oder Schlagwörtern listet.

Es ist also kein Plugin für diejenigen, die unter einem Beitrag verwandte Artikel anzeigen möchten, sondern vielmehr in der Seitenleiste (Sidebar) – an beliebiger Position.

Unter Design > Widgets ist ein neues Widget „Related Posts by Taxonomy“ verfügbar.

Es gibt ein paar Settings, um die Anzahl an Posts einzustellen, Thumbnails zu aktivieren usw.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: im Widget
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): nicht möglich
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: nach Kategorien oder Tags
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: Nur Posts
  • Im Post editierbar: nein

Related Posts for WordPress

Ist das Plugin „Related Posts for WordPress“ aktiviert, beginnt auch schon automatisch das Caching. Etwas voreilig, wie ich finde. Mit einem weiteren Klick auf den Button verlinke ich automatisch verwandte Beiträge und schon sind sie in den Beiträgen zu sehen.

Das wohl schnellste Plugin, das die wenigsten Klicks erfordert, um ähnliche Beiträge anzuzeigen.

Ein paar Einstellungen sind im Adminbereich vorhanden, jedoch ist keine Festlegung möglich, was Related Post eigentlich sind bzw. sein sollen. Dafür ist das Korrigieren der Posts in der Beitrags-Editierung (unter dem Text) möglich.

Neuer Eintrag „Related Posts“ unter Einstellungen verfügbar.

Schaut man sich die neu erstellte Datenbanktabelle an, erkennt man eine Gewichtung der Wörter, die im Posttitel vorkommen. Aufgrund dessen werden verwandte Beiträge ermittelt.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: unter dem Beitrag + im Widget
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): nicht möglich
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: nicht konfigurierbar
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: Nur Posts
  • Im Post editierbar: ja

Ultimate Post List

Einen ganz anderen Ansatz verfolgt das Plugin „Ultimate Post Lists“, mit ultimativ vielen Einstellungen. 🙂 Es ist für diejenigen gedacht, die zusammenhängende Beiträge selbst definieren wollen. Es können eigene Vorlagen erstellt werden, die alle Beiträge zu selbstgewählten Kategorien oder Tags beinhalten. Diese können an beliebiger Stelle sowohl in Beiträgen, auf Seiten als auch auf Kategorien-Seiten und Schlagwort-Seiten eingebunden werden. Man hat hier die absolute Kontrolle, was wo angezeigt wird.

Es gibt einen neuen Menu-Eintrag „Ultimate Post List“.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Beiträge aus der Kategorien Malaysia, Indonesien und Thailand sollen als ähnliche Beiträge zu Südostasien definiert werden. Posts, die diesen Kriterien entsprechen, sollen als Liste mit Thumbnail (Vorschaubild) auf einer bestimmten Seite angezeigt werden.

Von diesen Vorlagen können beliebig viele mit unterschiedlichen Darstellungen erstellt werden.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: über einen Shortcut an jeder Stelle
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): komplett konfigurierbar
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: komplett konfigurierbar
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: komplett konfigurierbar
  • Im Post editierbar: komplett konfigurierbar

WordPress Popular Posts

Wie in der Einleitung schon erwähnt, können Related Posts ganz unterschiedlich definiert werden. Bei dem Plugin „WordPress Popular Posts“ werden verwandte Beiträge anhand ihrer Beliebtheit gemessen. Was einen beliebten Beitrag ausmacht, das kannst du selbst bestimmen: Anhand der Anzahl der Kommentare, der durchschnittlichen Seitenaufrufe z. B. pro Tag/Woche/Monat oder Aufrufe insgesamt. Es gibt viele weitere Einstellungen.

Unter Design > Widgets ist ein neues Widget „WordPress Popular Posts“ verfügbar.

Der generelle Unterschied zu den anderen hier vorgestellten Plugins ist, dass mit diesem immer dieselben (beliebtesten) Artikel gelistet werden. Allerdings können mehrere Widget mit verschiedenen Inhalten erstellt werden (z. B. einmal beliebteste Beiträge nach Anzahl Kommentaren und häufigste Aufrufe in den letzten 30 Tagen).

Bei dem Thema „beliebteste Posts“ und Anzahl an Klicks speichern läuten bestimmt schon deine Datenschutz-Alarmglocken. Das Plugin speichert jedoch keine personenbezogenen Daten und ist DSGV-konform.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: im Widget
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): konfigurierbar
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: konfigurierbar
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: Anzeige im Widget
  • Im Post editierbar: nein

WordPress Related Posts Thumbnails

Das Plugin erfüllt seinen Zweck und nicht mehr. Es ist (meiner Meinung nach) nicht schön gestaltet.

Es gibt viele Einstellmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Größe der Vorschaubilder (Thumbnails) und wie viele Spalten angezeigt werden. Hier passt die Ausrichtung nicht ganz so optimal, sodass man an den Optionen herumspielen muss, um ein akzeptables Ergebnis zu bekommen. Praktisch ist, dass man die Kurzbeschreibung mit Post-Titel anzeigen lassen kann.

Es gibt einen neuen Menu-Eintrag „Related Posts“.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: unter dem Beitrag + im Widget
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): ausschließen von Posts
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: nach Kategorien oder Tags
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: konfigurierbar
  • Im Post editierbar: ja

Yet Another Related Posts Plugin

Das Plugin Yet Another Related Posts Plugin im Einsatz auf einem Reiseblog
Das Plugin Yet Another Related Posts Plugin im Einsatz auf einem Reiseblog

Basierend auf den Zahlen aus dem offiziellen WordPress-Verzeichnis ist das Yet Another Related Posts (kurz: YARRP) Plugin das am meisten genutzte.

Mit Aktivierung werden sehr viele Optionen angezeigt. Die Bestimmung was Related Posts sind, kann individuell eingestellt werden. Hieraus berechnet das Plugin einen Score für die Anzeige ähnlicher Beiträge, der in einer eigenen Datenbanktabelle abgelegt wird. Dies ermöglicht den schnelleren Zugriff auf die Beiträge. Zudem wird ein Caching-Mechanismus genutzt, der sich positiv auf die Ladegeschwindigkeit auswirken soll.

Neuer Eintrag „YARPP“ unter Einstellungen verfügbar.

Für die Darstellung kann man zwischen Listing und Spaltenansicht mit Vorschaubild wählen. Oder aber die vorhandenen Template-Files überarbeiten.

  • Styles & Layout
  • Position der Beiträge: unter dem Beitrag + im Widget
  • Einschließen/Ausschließen von Posts (Kategorien, Tags): ausschließen von Kategorien + Tags ist möglich
  • Bestimmung des Verwandtschaftsgrad: nicht konfigurierbar
  • Mehrwert für den Leser
  • Benötigte Zeit bis zur Anzeige
  • Anzeige auf dem Smartphone
  • Anzeige in Posts / Pages: konfigurierbar
  • Im Post editierbar: ja

Design anpassen

Du möchtest sicherlich, dass die Darstellung der Beiträge zu deinem Blog-Design passt und deiner „Cooperate Identity“ entspricht. Mit CSS-Kenntnissen hast du die Möglichkeit, die im Plugin verwendeten Styles zu überschreiben.

Wenn du nicht weiß, wie das geht, aber zukünftig lernen willst, wie das geht, dann trage dich in unseren Newsletter ein.

Fazit Gewinner & Verlierer Plugins

Alle Plugins ermöglichen eigene Überschriften zu vergebe, sind somit für deutschsprachige Blogs zu nutzen. Die Einstellungen sind bei allen Plugins in Englisch, aber das sollte jeder bedienen können.

Störende Werbung hat keines der Plugin, auch wenn die meisten eine kostenpflichtige Premium-Variante anbieten, die zusätzliche Features (+ Konfigurationen) enthalten.

Das meiner Meinung nach beste Plugin ist „Inline Related Posts“. Es ist zwar limitiert auf max. drei Verlinkungen zu ähnlichen Beiträgen innerhalb eines Posts, aber das ist völlig in Ordnung.

Auch das Related Posts by Taxonomy Plugin gefällt mir gut. Es ist einfach gehalten und bietet intuitive Einstellungen an. Mehr braucht man eigentlich gar nicht.

Contextual Related Posts hat überzeugt, da die angezeigten Beiträge sehr gut passten. Das Widget und die Bearbeitung über den Gutenberg-Editor im Beitrag sind zwei weitere Argumente für das Plugin.

Das am wenigsten überzeugende Plugin „Related Posts for WordPress“. Es liefert dem Leser einfach keinen Mehrwert. Es werden total unpassende Beiträge angezeigt, die nicht zum Basis-Post passen.

Auch das Plugin CP Related Posts ist ein Verlierer, da nirgends Beiträge angezeigt wurden. Weder unter dem Blogartikel noch über das Widget.

Bei Aktivierung des Plugins „Related Posts by Categories and Tags“ erhielt ich eine Fehlermeldung, sodass das Plugin auch nicht nutzbar war.

Und zum Schluss möchte ich ein Horror-Plugin anführen. Es gehört zu den Plugin-Entwicklern von Shareholics und hat nach Aktivierung so gut wie alles mit Werbung überladen. Und zwar so sehr, dass ich nicht mal zu den Einstellungen vordringen konnte. Da gab es dann direkt den Deaktivieren und Löschen Klick.

Die Gewinner und Verlierer sind natürlich sehr subjektiv und können bei dir ganz andere Ergebnisse anzeigen.

Welches ist das beste Plugin für deinen Blog?

Wie bereits geschrieben, hat jedes Plugin für die Anzeige von ähnlichen Beiträgen seine Vorzüge und Grenzen. Welches Plugin nun das beste für dich ist, hängt von deinen Anforderungen ab. Ich versuche mal, eine Empfehlung auszusprechen:

  • Du möchtest zwischen den Absätzen „Ähnliche Beiträge“ anzeigen lassen, dann ist das Inline Related Post das richtige für dich.
  • Unter deinen Blogbeiträgen sind bereits sehr viele andere Informationen sichtbar, dann kannst du mit dem „Inline Related Posts“ weitere Beiträge zwischen den Absätzen sichtbar machen.
  • Du möchtest alles selbst bestimmen und manuell einrichten, dann ist „Ultimate Post List“ das richtige Plugin für dich.
  • Du möchtest das Design anpassen, ohne die CSS-Datei zu bearbeiten, dann ist „Related Posts“ ein passendes Plugin.
  • Du suchst ein Related Post Widget für die Sidebar, dann passt das Plugin „Related Posts by Taxonomy“ zu dir.
  • Du willst ein Plugin, das dir eine schnelle Ladezeit verspricht, dann nutze „Yet Another Related Posts“ Plugin oder „Related Posts for WordPress“

Abschießend möchte ich noch einmal daraufhinweisen, das es kein perfektes Related Post Plugin gibt. Andererseits: Wenn keines der Plugins deine Erwartungen erfüllt, solltest du dir überlegen, deine Struktur (Kategorien und Tags) zu überdenken oder aber dir ein eigenes Plugin speziell für deine Ansprüche entwickeln lassen.

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