5 Tipps für mehr Kommentare auf deinem Blog (+ was du falsch machen kannst)

Eines, das wir Blogger alle wollen: Mehr Kommentare zu unseren Blogartikeln.
Denn Kommentare bedeuten, dass jemand unsere Blogartikel aufrichtig liest und sich mit dem Thema auseinandersetzt. In diesem Beitrag verrate ich dir fünf einfache Tipps und Ideen, um deine Leser zum Kommentieren zu motivieren.

Mehr Kommentare zu Blogartikeln: Wer möchte das nicht?!

Kommentare spiegeln wieder, wie gut unser Bloginhalt bei Lesern ankommt, wie gut der Artikel informiert oder auch unterhält, aber auch was verbesserungswürdig ist. Kommentare können demnach Lob oder Kritik, aber auch Rückfragen enthalten. Kommentare geben uns Bloggern auf jeden Fall ein Feedback unserer Leser.

Im Zeitalter von Datenschutzbedingungen haben sowohl Blogger Angst, eine Kommentar-Funktionalität anzubieten, als auch der Blog-Besucher diese zu nutzen. Es ist in den letzten Wochen und Monaten schwieriger geworden, Leser zum Kommentieren zu motivieren.

Aus diesem Grund liste ich dir anwendbare Tipps auf, wie du wieder mehr Kommentare auf deinem Blog bekommst.

Anhand von Reisebloggern demonstriere ich dir Beispiele, damit du diese Tipps auch für deine Blog-Branche anwenden kannst.

Tipp #1 Mehr Persönlichkeit: Erwähne dich als Autor unter dem Blogartikel.

Auf deiner Über mich oder Über uns Seite stehen sicherlich schon ein paar Zeilen über dich und dein Blogthema. (Wenn nicht, dann solltest du dies nachholen). Dennoch fehlt auf vielen Blogs die persönliche Note am Beitragsende. Wenn ich einen Kommentar schreibe, an wen wende ich mich? Nicht alle Leser klicken auf die Über mich Seite, um den Namen des Schreibers (oder auch Autor genannt) zu erfahren. Würde ich nun überhaupt einen Kommentar schreiben, dann würde ich nur „Hallo“ schreiben statt „Hallo Steffi“ oder „Hallo Marco“. Merke dir diesen Tipp für später.

Das nachfolgende Beispiel zeigt ein Autoren-Box direkt unter dem Blogartikel und beinhaltet ein paar Worte zu dem, der da gerade schreibt. Als Leser bekomme ich so einen Einblick und habe eine direkte Ansprechperson, wenn ich kommentieren will.

Entnommen von https://faszination-suedostasien.de/luang-prabang-pi-mai-songkran/

Bei WordPress gibt es beispielsweise das Plugin Simple Author Box

Tipp #2 Lade den Leser herzlichst ein, einen Kommentar zu hinterlassen

Das Prinzip Call To Action hast du bestimmt schon einmal gehört.

Es sagt aus, dass du den Leser gezielt aufforderst, etwas zu tun. In deinem Fall: Einen Kommentar dazulassen. Wenn das mal so einfach wäre…

In der Regel reicht es nicht, sowas zu schreiben wie „Lass uns doch einen Kommentar da“. Vielleicht bekommst du einen oder zwei Kommentare.

Aber ein Call To Action, der Hilfestellung gibt, sorgt für mehr Kommentare und mehr Bedürfnis, Stellung zu beziehen, etwas zu ergänzen oder zu widersprechen. Mache transparent, dass dir Feedback deines Lesers wichtig ist und du es zu schätzen weißt.

In dem angeführten Beispiel geht es um Foto-Inspiration zu der sehenswerten Stadt Paris auch im Winter. Der Call to Action wendet sich gezielt an den Leser mit der Botschaft auch seine Eindrücke zu Paris zu teilen.

Entnommen von https://gepacktundlos.com/inspiration-paris-im-winter/

Tipp #3 Support-Gruppen helfen zu mehr Kommentaren

Bei Facebook gibt es etwas Geniales. Es gibt Blogger-Communities, die sich über Facebook-Gruppen organisieren und sich gegenseitig unterstützen.

Hier findest du mindestens vier Facebook-Gruppen für diesen Zweck.

Das funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Ein beliebiger Blogger startet einen Aufruf und postet entweder einen bestimmten Blogartikel, zu dem er Kommentare wünscht oder er stellt eine Übersicht an Blogartikeln bereit, wo sich die anderen Teilnehmer aussuchen können, worauf sie kommentieren. Sowohl der Aufrufender bekommt bei insgesamt sieben Teilnehmern sechs Kommentare und jeder Teilnehmer erhält ebenfalls jeweils sechs Kommentare.

Natürlich könnte hier nun jemand kontern, dass es ja keine natürlichen Kommentare von wirklichen Lesern sind. Aber erstmal trifft man so Blogs, die man vorher noch nicht kannte und auch einen lesenswerten Themenschwerpunkt setzen. Und zweitens, wenn erst einmal Kommentare da sind, tun sich andere Menschen leichter, auch etwas zu kommentieren. Oft will niemand der Erste sein, der was schreibt.

Übrigens kann ich verraten, dass es sehr viele Blogger gibt, die auf diese Methodik setzen. Und nach einiger Erfahrung kann ich solche „initiierten“ Kommentare erkennen. Aber das können die „natürlichen“ Leser garantiert nicht erkennen. 🙂

Das nachfolgende Beispiel in der Facebook-Gruppe Bloggeria L4L/C4C ruft eine Bloggerin bis zu 10 Teilnehmer auf bis zu einem bestimmten Datum, sich gegenseitig zu kommentieren.

Entnommen aus der Facebook-Gruppe Bloggeria L4L/C4C

Tipp #4 Starte eine Blogparade und kassiere Kommentare

Sofern du die Vorteile von einer Blogparade noch nicht kennst, dann starte hier mit dem Lesen. Ansonsten Go Ahead.

Je nachdem, wie du deinen Themenschwerpunkt setzt und wie viele Teilnehmer dabei sind, es könnte Kommentare hageln. 😉 Ein kontroverses Thema, zu welchem viele ihre eigene Meinung publik machen möchten, oder ein aktuelles Trend-Thema oder ein simples Thema, womit sich jeder Blogger identifizieren kann und teilnehmen will.

Das Beispiel einer Reisebloggerin zeigt ein sehr interessantes Thema, zu dem gleich 20 andere Blogger teilnahmen und viele kommentierten. Gleichzeitig werden die fremden Blog-Leser auf den Original-Beitrag neugierig und lassen im besten Fall weitere Kommentare da.

Entnommen von https://gowhereyourhearttellsyoutogo.wordpress.com/2019/08/18/schwarzer-tourismus/

Tipp #5 Kommentiere andere Blogs und mache neugierig

So gern wir uns selbst mehr Kommentare wünschen, desto mehr müssen wir uns eingestehen, auch selbst andere Blogs zu kommentieren.

Idealerweise machst du mit deinem Kommentar den Blogger neugierig, auch deinen Blog zu besuchen. Das geht das simpel mit einem Kommentartext, wie „ich habe einen sehr ähnlichen Beitrag zum Thema X geschrieben“ oder „Wie witzig. Ich habe neulich einen Blogbeitrag geschrieben, zu dem ich das absolute Gegenteil geschrieben habe“.

Das nachfolgende Beispiel trifft es ganz gut, was ich meine. Auf meinem Reiseblog lobte ich beispielsweise Taiwan als Reiseland. Die Kommentatorin hatte eine ganz gegensätzliche Meinung und postete froh und munter ihren Beitrag. Natürlich habe ich ihrem Blog auch gleich besucht. 😉

Entnommen von https://gepacktundlos.com/backpacking-in-taiwan-so-viel-haben-wir-ausgegeben/

Übrigens bekomme ich durch das Dalassen meiner Blog-Adresse in einem Kommentar (über das Feld Website) auf einem anderen Blog immer mal wieder Klicks. Anscheinend sind die Leser des fremden Blogs ebenso neugierig, meinen Blog zu besuchen.

Und das kannst du beim Kommentieren falsch machen

Späte Freischaltung

Oft erlebe ich es, dass von mir geschriebene Kommentare Ewigkeiten auf Freischaltung brauchen. Oder (sofern überhaupt) erst nach zig Tagen oder Wochen beantwortet werden. Bis dahin habe ich vergessen, wo ich was kommentiert habe, und bekomme die Antwort ja gar nicht mehr mit.

Ein Beispiel: Auf einen Blogartikel zu einem Reiseziel fragte ich nach, wo genau das Bild X entstanden ist. Drei Wochen später bin ich natürlich nicht mehr in dem jeweiligen Reiseland und habe den Blog schon längst wieder vergessen.

Wenn ich schon einen Kommentar dalasse, wünsche ich mir auch, dass er in den nächsten Tagen bearbeitet wird. Woher soll ich sonst wissen, ob der Blogger meinen Kommentar überhaupt bekommen hat (siehe technische Schwierigkeiten)? Klar, der Blogger hat vermutlich einen Beruf und ist auch mal im Urlaub, aber das äußerst späte Freischalten gibt mir dann eben kein positives Gefühl zurück.

Hier meine Empfehlung für dich: Wenn du Kommentare bekommen und Leser glücklich machen willst, dann schalte den Kommentar (wenn nicht schon automatisch freigeschaltet) zeitnah frei. Bedanke dich auch für jeden noch so banalen Kommentar wie „Toller Beitrag“. Zwar ist dieser Kommentar nur minimal konstruktiv, aber hey, freuen wir uns nicht alle über positive Rückmeldung? Blogger, die meinen Beitrag nicht innerhalb von ein oder zwei Tagen freischalten besuche ich nicht mehr und werde somit auch nie wieder einen Kommentar dort lassen. So einfach ist es.

Ein perfekter Kommentar

Egal ob du selbst Kommentare schreibst oder auf einen Kommentar antwortest, schreibe eine Anrede und eine Verabschiedung. Selbst auf den einfachsten Kommentar wie „Toller Artikel“ kannst du sowas antworten wie, „Hallo Steffi, vielen Dank für dein positives Feedback. VG, Janine“.

Wenn der nächste Leser überlegt, einen Kommentar dazulassen, sieht er die Aufmerksamkeit, die du dem anderen Kommentierenden gegeben hast und ist eventuell motivierter, auch was zu schreiben.

Übrigens fasst Sandra in einem Beitrag 7 Benimmregeln für das Kommentieren zusammen.

Aus technischer Sicht

Zu viele und unnötige Kommentarfelder

Je nachdem, welches Conent-Management-System du im Einsatz hast, benutzt du vermutlich ein Plugin für die Möglichkeit des Kommentierens. Dabei reicht meist die bereits Standard-Funktion aus (wie zum Beispiel in WordPress) ergänzt um einen Spam-Schutz (wie Antispam Bee).

Je mehr Felder der Leser beim Kommentieren ausfüllen muss, desto abschreckender. Vor allem, wenn du noch immer so ein altes Konzept wie Captcha Code benutzt. Captcha ist diese Art Kommentarfeld, in das du Buchstaben und Zahlen erkennen (oder eher erraten) sollst und abtippst. Das dient zwar dem Spam-Schutz, aber heutzutage setzen CMS-Systeme bereits andere Mechanismen ein, die weniger den Kommentierenden abschrecken.

Hier meine Empfehlung für dich: Teste in jedem Fall selbst mal das Kommentieren auf unterschiedlichen Browsern aus. Nicht selten bekomme ich auf unseren Blogs nach Absenden des Kommentares eine Fehlermeldung „Invalid Token“ oder Ähnliches. Der Kommentar ist futsch und du wirst niemals darüber erfahren, was der Leser dir mitteilen wollte. Geschweige wird dich der Leser auf die Fehlermeldung hinweisen.

Kommentieren über das Smartphone

Hast du dir deinen Blog schon mal in der mobilen Ansicht über dein Smartphone (und das von Freunden) angeschaut? Und auch mal versucht einen Kommentar zu hinterlassen? Einige Blogger vergessen, sowas zu prüfen, was fatal sein kann.

Was kann auf dem Smartphone schieflaufen? Naja, das Display des Handys ist doch um Welten kleiner als der Laptop. Die Inhalte deines Blogs werden hoffentlich responsiv auf das kleine Anzeigegerät zugeschnitten. Aber nicht immer. Und im schlimmsten Fall kann man die Kommentarfelder nicht mal sehen, sie sind zu breit oder nicht zu befüllen. Da kann einiges passieren, was die Anzeige beeinträchtigt.

Und auch auf dem mobilen Gerät gilt: Je weniger Felder und je einfacher zum Befüllen der Felder und das Eingeben des Kommentartextes, desto besser!

Hier meine Empfehlung für dich: Schnapp dir dein Smartphone und das eines Freundes und teste das Kommentieren und ob du den Kommentar auch empfängst.

Fazit zu mehr Kommentaren auf dem Blog

Leider, wie du dir denken kannst, gibt es keine Garantie, um mehr Kommentare zu deinen Blogartikeln zu bekommen. Aber je einfacher du es dem Leser machst und ihm mit Call To Action sogenannte Vorlagen gibst, was er denn kommentieren könnte, steigt auch die Wahrscheinlichkeit für seinen Beitrag.

Und jetzt bist du dran!

Kennst du noch weitere Tipps?

Der muss natürlich jetzt sein. 🙂 Sind die Kommentare auf deinem Blog wichtig und du suchst nach Möglichkeiten mehr davon zu bekommen?

Oder kennst du weitere wasserdichte Methoden, die zu mehr Kommentaren führen?

Oder bist du gegen eine Kommentarfunktion und lehnst Leser-Engagement und Feedback über diese Art ab?

Schreib uns über die Kommentarbox! Wir freuen uns auf deine Ansicht und deine Ergänzungen!

4 Kommentare zu “5 Tipps für mehr Kommentare auf deinem Blog (+ was du falsch machen kannst)”

  1. Moin Janine,
    das ist ein sehr schöner Artikel mit guten nützlichen Tipps.
    Ich werde in Zukunft versuchen, deine Tipps auf meiner Seite umzusetzen.

    Mit freundlichen Grüßen aus Oldenburg
    Florian

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